Eigentlich war es immer so, dass die Rennveranstalter am Ende der Saison nur wenige Teilnehmer verzeichnen konnten. Gründe hierfür gab es viele, Verletzungen, Materialausfälle, keine Urlaubstage mehr, das Geld war zu knapp oder schlichtweg die Luft war raus. Aber irgendwie gibt es seit diesem Jahr noch bis zum Schluss erfreulich volle Starterfelder, was eindeutig beweist, der Sport wächst und die Disziplin Downhill rückt von einem Nischendasein mehr und mehr in das Bewusstsein und somit die Akzeptanz der breiten Masse. Dass dies gut ist und von der Mehrheit der Aktiven gewünscht ist kein Geheimnis und am allermeisten freuen sich darüber die, die jahrelang dafür gearbeitet haben. Zu diesen Förderern des Sports gehören nicht zuletzt die Veranstalter und somit blicken auch diese mit großen Erwartungen in die Zukunft, aber natürlich im jetzigen Augenblick auch erst mal zurück auf die abgelaufene Saison. Und zu dieser Saison gehört natürlich auch das letzte Rennen des Rookies Cups.
Die Bedingungen waren nicht ganz optimal, irgendwo zwischen denen des Finales des Europacups und denen der Deutschen und Schweizer Serie, aber Rennfahren findet nun mal draußen statt. Und da der normale Downhiller auch nicht gerade als Weichei zu bezeichnen ist, war es eben einfach ein cooles Rennen mit kühlen Bedingungen. Die Strecke am Ochsenkopf wurde im Vergleich zum Vorjahr leicht verändert, so wurde der Start um einige Meter nach unten verlegt, wobei der steile Teil mit den Felspassagen natürlich enthalten blieb.
Das größte Augenmerk wird bei dieser Serie natürlich immer auf die Klassen gelegt, die in anderen Downhill-Serien aufgrund der Altersbeschränkung noch nicht an den Start gehen können. In den Kids 1 und 2 Klassen ab 13 bzw. 11 Jahren gingen 30 Jungen an den Start und somit scheint der Nachwuchs gesichert. Die jüngste Klasse Kids 2 gewann mit zwei souveränen Läufen Niklas Kröller und verwies Nick Rother (Conti-Nicolai) auf den zweiten Rang, der sich aber trotzdem den Gesamtsieg sichern konnte. Zweiter in der Gesamtwertung wurde Felix Hartramf (Woffm e.V.) und trotz großer Probleme beim Rennen am Ochsenkopf wurde Malte-Ben Fischdick (MAX Hofheim) Dritter, der seit Anfang der Saison von einem Kamerateam des KiKa begleitet wurde und demnächst Protagonist von „Fortsetzung folgt“ ist.
Schnellster der Kids 1 Kategorie war Marvin Bläsing (Amok Racing), der damit auch gleichzeitig die Gesamtwertung gewinnen konnte. Seine Zeit von 4:14 min hätte in der Men Kategorie immerhin für Platz 32 gereicht und lässt auf eine erfolgreiche Zukunft hoffen, schließlich wird er im nächsten Jahr in einer höheren Klasse an den Start gehen. Zweiter im Tagesergebnis war Philip Tanzmann (Little John Bikes) vor David Neuenschwander (Power-Bike DH Team), im Gesamtergebnis tauschen sie die Plätze zwei und drei.
In der Girls Kategorie konnte ein völlig unbekannter Name überzeugen, Sara Böhm sicherte sich mit den zwei schnellsten Läufen den Tagessieg. Die Gesamtwertung gewann schlussendlich Leonie Narr.
Die mit über 40 Teilnehmern besetzte Youth Kategorie konnte Philip Macke (IK-Pictures) gewinnen, allerdings reichte es bei ihm mit nur zwei Rennen nur für den zweiten Gesamtrang. Auf den zweiten Rang schob sich im zweiten Lauf noch Laurin Bettermann, gefolgt von Lukas Sommer (fsracing). Marius Neufer (Race Factory) reichte sein vierter Platz für den Gesamtsieg.
Jacques Bouvet dominierte wie schon in der ganzen Saison auch wieder dieses Rennen und natürlich damit auch die Gesamtwertung. Auf den zweiten Rang fuhr Robin Krellmann (Team Xracers) und konnte sich mit nur drei Punkten Vorsprung noch auf den zweiten Gesamtplatz vor Kevin Kruk (Rose) schieben.
In den Klassen Men und Women dominierte nur ein Name, denn das junge Ehepaar Janine und Eric Förster (East Guard Racing) konnte alle zwei Läufe gewinnen, nahm den Gesamtsieg mit nach Hause und räumte somit komplett ab. Die Siegerin von Winterberg Michéle Quint erreichte trotz des fünften Rangs noch den Vizegesamtsieg. Zweiter in der Tageswertung der Männerklasse wurde Nils Scheufler (77designz), der genau wie der dritte Johann Brunner (Lowrider Freeride Team) bei der Gesamtwertung nicht mitreden konnte. Mitreden konnte aber Franz Klett, der sich durch sein Ergebnis am Ochsenkopf noch auf den zweiten Rang schieben konnte. Dritter auf dem Podest war Frank Bunzel (RSS Racing).
Damit ist die Saison nun endgültig vorbei und es wird ruhiger auf dem Kilometerzähler der Autos. Fest steht aber, lange kann sich keiner zurücklehnen, der im nächsten Jahr in den Mitteilungen wieder Erwähnung finden soll.