Eine Woche nach der WM in Champèry machten wir uns erneut auf den Weg in die Schweiz. Diesmal ging’s nach Disentis. Dave hat sich besonders gefreut, denn er saß seit 3 Wochen nicht auf dem Rad. In Champèry durfte er leider nicht starten. Als wir die Strecke abgelaufen sind waren wir positiv überrascht. Denn eine so anspruchsvolle Strecke waren wir von den Schweizern nicht gewöhnt (natürlich gibt es Ausnahmen). Sie war technisch, steil, sehr wurzelig und naturbelassen. Es gefiel uns wahnsinnig gut und wir waren sehr gespannt wie es sich fahren lässt.
Am Freitag dann durften wir endlich fahren, ich war begeistert und hatte richtig viel Spaß beim fahren. Alle Linien die ich mir ausgeguckt hatte, ließen sich sehr gut fahren und ich hatte mir die Strecke ziemlich schnell eingeprägt. Dave hatte nicht ganz so viel Spaß wie ich, denn durch die relativ lange Abstinenz vom fahren, wurde er nicht so schnell mit der technischen Strecke warm und stürzte ein paarmal. Glücklicherweise nicht ernsthaft…
Als der erste Trainingstag zu Ende ging waren wir beide gespannt, wie wir denn im Seedingrun abschneiden würden. Ich hatte ein super Gefühl, Dave ein eher durchwachsenes, doch freuen taten wir uns beide. Bei Dave wiederholten sich die Ereignisse des Trainings im Seedingrun, denn er stürzte und konnte somit keine gute Platzierung erreichen. Dafür bescherte er uns aber einen stylischen One-Hander über den 18m großen Zielsprung.
Mir erging es leider auch nicht so toll, im Gegensatz zu meinen Trainingsläufen, klappte überhaupt nix. Im steilen, technischen Stück verpasste ich eine meiner Linien komplett und fuhr aus der Strecke. Ich habe die nächste Fahrerin passieren lassen und bin dann ganz locker ins Ziel gerollt. Irgendwie habe ich es aber doch noch auf den vierten Platz geschafft.
Das muss am Sonntag besser laufen, haben wir uns gedacht. Dave sein Rennlauf lief recht gut, zwar hatte er einen Fehler gemacht aber konnte sich schlussendlich auf dem 12. Platz rangieren.
Bei mir lief es leider weniger gut. Schon in der ersten Kurve hatte ich einen „Fast-SturzMoment“ und besser ging‘s auch nicht weiter. Ich fuhr vor einen Baum, dreimal aus der Strecke, einmal auch noch an derselben Stelle wie am Vortag. Schon wieder Platz 4. und nur 1 Sekunde Rückstand auf Platz 3. Sehr ärgerlich und enttäuschend. Aber was soll’s! Kopf hoch, weiter geht’s!!
So long, Dave und Sandra.







