
Das Saisonende steht schon wieder vor der Tür und aus diesem Grund machten wir uns auf den Weg nach Châtel in Frankreich. Direkt nach dem iXS Swiss Downhill Cup in Disentis fuhren Dave und ich noch drei Tage in den Schweizer Bikeparks und machten uns dann am Donnerstag auf den Weg zum Austragungsort des Finales des iXS European Downhill Cups. Die Strecke war im Vergleich zum Vorjahr wirklich nur minimal verändert wurden und somit mussten wir uns nicht sehr lange an die Strecke gewöhnen. Das freitägliche Training lief sehr gut, es war bestes Wetter und schön warm… So hätte es doch bleiben können.
Allerdings hatten wir dieses Glück nicht, Freitag Nacht fing es dann das erste mal zu regnen an. Während des Trainings am Samstag regnete es auch ziemlich heftig, leider nicht durchgängig, somit war die Strecke zum Seedingrun durch zähen Schlamm sehr schwer zu fahren.
Eigentlich fahre ich sehr gerne im Nassen und komme ganz gut klar aber leider bekam ich im Seeding gar nicht die Möglichkeit das zu beweisen. Im ersten drittel der Strecke fuhr ich in einen Stau… Erst standen drei Mädels inmitten eines Kurvenausgangs, dann stürzten zwei andere mehrmals genau vor mir und für mich gab es keine Möglichkeit zum überholen. Ein sehr schlechter Seedingrun also. Da es Gerüchte gab, dass der Rennlauf abgebrochen werden könnte, da der Wetterbericht sehr schlechte Voraussagen machte, war ich ganz schön geknickt. Denn bei einem gestrichenem Rennlauf hätte das Seedingrun Ergebnis gezählt und ich lag nur auf Platz 6. Es hiess hoffen, dass das Rennen stattfindet. Dave hatte ein gutes Gefühl auf der Strecke und war gespannt auf das Ergebnis im Seeding.
Für ihn lief es im Lauf wesentlich besser, er machte zwar ein paar Fehler fuhr aber auf einen guten 17ten Platz. Mit diesem Ergebnis war er sehr zufrieden und ging somit mit einem guten Gefühl in den Finaltag.
Die Nacht von Samstag auf Sonntag hatte es durchgängig geregnet und auch als wir aufstanden und uns fertig machten, regnete es stark. Die Strecke war inzwischen zu einem Bach geworden, liess sich aber überraschend gut fahren nur die Wurzelpassagen waren ziemlich rutschig. Auch wenn es für die Klamotten nicht so toll war, hatten wir Sonntagmorgen im Training sehr viel Spaß. Wir waren zwar völlig durchnässt und es war kalt (3°C zeigte das
Thermometer im Ziel) aber wir hofften, dass der Regen bleiben würde damit die Strecke nicht wieder zu einer zähen Schlammmasse mutiert. Was dann aber kam, damit hatten wir nicht gerechnet. Denn als ich dann im Lift saß, auf dem Weg zu meinem Finallauf, kamen mir die Sitze von oben in weiß entgegen. Der Wetterbericht hatte Recht!! Oben schneite es!! Ich war irgendwie perplex, so früh schon Schnee zu sehen hatte ich nicht erwartet und je näher ich der Liftstation oben kam, desto dichter wurde das Schneetreiben. Oben am Start kam ich mir vor wie im Winterttraining und es war so wahnsinnig kalt, dass ich meine Finger kaum spüren konnte.
Der Rennlauf letztendlich war auch nicht so das Gelbe vom Ei. Ich stoppte zwei- dreimal fast völlig und musste mit dem Fuß korrigieren. Auch ein Überholmanöver musste ich wieder fahren aber weniger dramatisch als am Vortag. Ich konnte im Vergleich zum Seedingrun einen Platz gut machen und wurde Fünfte. Auch in der Gesamtwertung landete ich auf dem fünften Platz,
was die gleiche Platzierung wie im Vorjahr ist. Jetzt war Dave an der Reihe sich auf ins Schneegestöber zu machen. Sein Rennlauf lief überhaupt nicht gut, er stürzte und konnte wegen zu verschlammter Handschuhe nicht direkt weiterfahren. Als er sie dann ausgezogen hatte, fuhr er locker weiter nachdem er ein paar Fahrer hat passieren lassen. Am Ende landete er auf dem 99. Platz. Fand er natürlich gar nicht klasse aber ja, gelaufen ist gelaufen.
Jetzt müssen wir aber nochmals alles geben, Fehler ausmerzen und saubere Läufe runterbringen! Denn am Wochenende steht das Finale des deutschen iXS Cups in Thale an. Momentan sieht es für uns in der Gesamtwertung auch recht gut aus, denn Dave steht momentan auf Platz 2. und ich auf der 1.
So long, Dave und Sandra.







