
Am letzten Aprilwochenende machten wir uns auf den Weg in die Schweiz zum ersten Stopp der europäischen iXS Serie in Monte Tamaro.
Schon der Blick auf die Startliste ließ ein spannendes Rennwochenende vermuten. Neben der amtierenden Weltmeisterin Emmeline Ragot, waren auch Rachel Atherton, Vizeweltmeister Damien Spagnolo, Bernat Guardia und viele andere Top Weltcup Fahrer am Start. Was die Größe und den Erfolg der Serie bestätigt.
Beim Trackwalk am Freitag viel als erstes ins Auge, dass die Strecke mit 2.5km zu einer der längsten des Cups gehört. Der teilweise lockere, teilweise harte steinige Untergrund und die Highspeed Abschnitte gefielen mir sehr gut. Die erste Trainingsabfahrt war noch ziemlich ungewohnt, weil ich mir den Streckenverlauf noch überhaupt nicht einprägen konnte und nicht wusste wo ich die Bremsen offen lassen oder bremsen musste. Die enorme Wartezeit am Lift ließ leider während vier Stunden Trainingszeit nur 2 Abfahrten zu, was an einem ersten Tag viel zu wenig ist und somit hatte ich mir den Streckenverlauf nach dem ersten Trainingstag noch gar nicht verinnerlicht. Der Samstag begann Wettertechnisch genauso schön wie der Freitag, es war sonnig und sehr warm und somit die Bedingungen für das Training und den Seedingrun perfekt. Ich konnte mir während der drei Abfahrten den Steckenverlauf jetzt vollständig einprägen und war gerüstet für den
Seedingrun. Gegen halb vier ging ich auf den Kurs und versuchte zwar auf Zug aber
dennoch kraftsparend zu fahren, was mir allerdings nicht besonders gut gelang. Vermutlich habe ich zu viele Trainingsabfahrten gemacht, die mir noch in den Armen steckten und ab der Hälfte der Strecke hatte ich absolut keine Kraft mehr um einen kompletten Lauf runterzubringen und ich musste tatsächlich zweimal anhalten. Mit den zwei Zwischenstopps platzierte ich mich auf dem 13.Platz von insgesamt 18 Starterinnen und war damit natürlich nicht zufrieden aber am Sonntag fürs Finale wollte ich anders planen und früh ein bis zwei Abfahrten machen und dann bis zum Finale ausruhen. Leider kam es gar nicht soweit. Sonntag Morgen fing es heftig zu regnen an, was mich eigentlich nicht besonders stört, da ich gerne im Nassen fahre.. Die einzige Trainingsabfahrt die ich dann machte verlief bis auf einen heftigen Sturz auf den Brustkorb eigentlich ziemlich gut und ich wollte mich gleich wieder am Lift anstellen, als es dann hieß, dass keiner hoch gelassen wird bis sich der dichte Nebel am Berg verzogen hatte. Bis halb zwölf geschah überhaupt nichts und gegen 12 Uhr hieß es dann, dass das Rennen abgesagt ist da die Sicht so gering war, dass der Helikopter eine mögliche Bergrettung nicht fliegen konnte.
Jetzt zählte der Seedingrun als finales Ergebnis und das war für mich absolut nicht zufriedenstellend aber nicht zu ändern und ich habe wieder was für zukünftige Rennen dazu gelernt, jeden Zeitlauf so zu fahren als wäre es ein Finale!!
Die nächsten drei Wochen bis zum nächsten Rennen in Winterberg werden jetzt noch einmal richtig zum Training auf langen Strecken genutzt...
Wir sehen uns beim Dirtmasters Festival...